DIGSI ist schon heute für den Anwender ein Markenbegriff. Ursprünglich als MS DOS Software eingeführt, wurde DIGSI in der dritten Generation für die komfortable Parametrierung digitaler Schutzgeräte unter MS Windows weiterentwickelt. DIGSI 4 ist nun die konsequente Innovation für die benutzungsfreundliche und einfache Parametrierung, Inbetriebnahme und Bedienung aller SIPROTEC Schutz- und Feldleitgeräte, egal welcher Version.
DIGSI 4 umfasst:
DIGSI 4 Trial
DIGSI 4 Basis
DIGSI 4 Professional
DIGSI 4 Professional + IEC 61850
DIGSI 4 Scientific
DIGSI 4 Copy
DIGSI 4 Remote
IEC 61850 System Configurator
Gestartet wird die Arbeit mit DIGSI in der Anlagenverwaltung: hier können Projekte komfortabel strukturiert und verwaltet werden; durch frei konfigurierbare Hierarchien lassen sich beliebige Anlagentopologien darstellen. Die Geräte werden einfach aus einem Katalog ausgewählt und in das Projekt gezogen. Neben der Möglichkeit, ganze Projekte zu archivieren, ist der Kunde nun auch in der Lage, einzelne Geräte z.B. auf Diskette zu exportieren: die aufwendige Suche im Dateisystem gehört der Vergangenheit an.Mit einem Doppelklick auf ein Gerät sehen Sie alle möglichen Bedienfunktionen: damit haben Sie direkten Zugang zur Parametrierung, Rangierung und - im Online-Fall - den Inbetriebsetzungsfunktionen sowie Prozessdaten. Die hierarchische Strukturierung der Funktionalität entspricht der in der Vorortbedienung des Geräts, wodurch gerade die gemischte Bedienung (PC, Vorort) bei der Inbetriebnahme erleichtert wird.
What you see is what you need: Mit DIGSI 4 definieren Sie aus dem maximalen Funktionsumfang eines SIPROTEC-4-Geräts eine Untermenge an Funktionen. Durch dieses Verfahren werden alle nicht benötigten Funktionen und Parameter ausgeblendet. Funktionseinstellungen bearbeiten Sie mit Hilfe strukturierter Registerdialoge. Bei der Einstellung von schutzspezifischen Parametern ist die Visualisierung der Auslösecharakteristik ein entscheidender Vorteil. Die angezeigte Kennlinie kann direkt mit der Maus verändert werden.
Mit nur einem Mausklick speichern Sie Ihre Einstellungen gemeinsam mit den übrigen Projektdaten. DIGSI 4 kümmert sich dabei um das komplette Datenmanagement. Ebenso einfach übertragen Sie die gespeicherten Einstellwerte in ein angeschlossenes SIPROTEC-4-Gerät: Sie wählen nur die Verbindungsart - DIGSI 4 übernimmt alles andere.
Test- und Diagnosefunktionen sind die entscheidenden Helfer in der Inbetriebsetzungs-Phase: Schnell und ohne Probleme lässt sich die Verdrahtung prüfen, kann die Wirkung einer über die Systemschnittstelle abgesetzten Meldung in der übergeordneten Station verfolgt werden. Die bei einer Störung im Gerät protokollierten Störfallmeldungen werden in DIGSI aufgelistet, können gespeichert und zur Dokumentation ausgedruckt werden.
In die Geräte der SIPROTEC-4-Familie ist ein PLC (Programmable Logic Controller) integriert, in dem bereits werksseitig projektierte Standardverriegelungen ablaufen. Wenn die Anforderung besteht, diese zu ändern und anzupassen, kommt der optional erhältliche CFC Editor zum Einsatz. Vollgrafisch ohne Programmierkenntnisse können hier die großen Möglichkeiten der PLC flexibel ausgeschöpft werden. Alle in der Rangiermatrix zuvor auf "CFC" rangierten Informationen können hier mit Funktionsbausteinen "verdrahtet" werden. Einmal installiert präsentiert sich der aus der SIMATIC-Welt bekannte Editor mit einer SIPROTEC spezifischen Bausteinbibliothek, die neben Standardoperatoren wie "AND" auch komplexere Funktionen wie "TIMER" bereithält. Eine ausgeklügelte Konsistenzprüfung sichert ein fehlerfreies Projektierungsergebnis und den sicheren Betrieb der Schutzfunktionen.
Mit dem Display Editor 4 können die werksseitig projektierten Grund- und Abzweigsteuerbilder geändert oder neu gezeichnet werden. Die Bedienung des Display Editors entspricht der eines herkömmlichen Bildeditors. Mit Symbolen für Betriebsmittel und Verbindungen erstellen Sie das benötigte Grund- oder Abzweigsteuerbild. Dabei stehen Ihnen alle Betriebsmittel zur Verfügung, die Sie vorher in der Gerätematrix entsprechend rangiert haben. Einmal in einem Bild platziert, werden Messwerte und Meldungen im Display des SIPROTEC-4-Gerätes angezeigt und aktualisiert.
Verschiedene mitgelieferte Symbolbibliotheken befriedigen verschiedene Ansprüche, auch landes- oder normspezifische.
Auch im Betrieb erweist sich DIGSI 4 als zuverlässiger Partner. Über Modem und eine Fernkommunikation per DIGSI 4 REMOTE lesen Sie Störschriebe, Prozessdaten und Ereignisprotokolle aus. Per Mausklick können diese Prozessdaten gespeichert werden und stehen so auch offline zur Verfügung. Geräte, die sich in einer fernen Station befinden, können vom Büro aus bedient werden. Wird ein Gerät in DIGSI geöffnet und die Schutzbearbeitung über Modemverbindung ausgewählt, baut DIGSI dann nach Passworteingabe und durch Rückruf des Anlagenmodems die Verbindung zum Gerät auf. Erst- und Wiederanlauf, Uhrzeitstellen - alles ist per Fernbedienung möglich, ebenso das Steuern von Betriebsmitteln.
Die beim Auftreten einer Störung im Gerät protokollierten Messgrößen können mit Hilfe des integrierten "Comtrade Viewer 4" in Kurven als Funktion der Zeit visualisiert werden. Wer hingegen ein komfortables Werkzeug zur genaueren Störfallanalyse sucht, das neben der Kurvendarstellung die Darstellung in Ortskurven, Vektor- und Balkendiagrammen beherrscht, ist mit SIGRA 4 bestens bedient. Aus den gemessenen Werten, die im Störschrieb aufgezeichnet sind, errechnet SIGRA ergänzend weitere Werte wie Mitimpedanzen, Effektivwerte, symmetrische Komponenten oder Zeiger. Zwei Messcursoren ermöglichen ein schnelles und komfortables Ausmessen des Störschriebs. Weitere Störschriebe, z.B. vom Gegenende einer Leitung, können zum bestehenden hinzugefügt werden. Über eine Synchronisierfunktion können die Störschriebe auf eine gemeinsame Zeitbasis synchronisiert werden und eröffnen damit eine neue Qualität der Fehleranalyse.