Geothermale Energie ist die im oberen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme (Erdwärme). Sie zählt zu den regenerativen Energien und erlaubt emissionsfreie Energiegewinnung. Erdwärme gilt als besonders interessante Energiequelle zur Erzeugung von Strom und Wärme, da sie ständig und unabhängig von Witterung oder Tageszeit verfügbar ist. Geothermie-Kraftwerke nutzen die in der Erdkruste gespeicherte Wärme zum Antrieb eines Dampfturbosatz (Dampfturbine + Generator) zur Stromerzeugung. Verglichen mit Kohlekraftwerken sparen geothermale Kraftwerke je Megawatt installierter Leistung jährlich rund 6.500 Tonnen an CO₂-Emissionen. In Deutschland wird die Stromerzeugung in Geothermieanlagen daher nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert.
Bei Dampfturbinen für geothermische Kraftwerken werden verschiedene Technologien zur Erhöhung des Wirkungsgrades genutzt. Siemens konzentriert sich in diesem Zusammenhang auf das ORC-Verfahren (Organic Rankine Cycle). Bei diesem Verfahren wird nicht Wasser, sondern organische Flüssigkeiten mit einer niedrigeren Siedetemperatur als Arbeitsmittel für die Dampfturbine verwendet. Der Einsatz des ORC-Verfahrens ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Temperaturgefälle zwischen Wärmequelle und Wärmesenke gering ist. Dann lassen sich durch den Einsatz des ORC-Verfahrens deutlich höhere Wirkungsgrade erzielen.
Geeignet für ORC und damit für den Einsatz in Geothermie-Kraftwerken sind die Dampfturbinen: