Wie beim Gasturbinenkraftwerk liefert auch hier die Gasturbine den Hauptantrieb für die Energieerzeugung. Zur Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades wird die von der Gasturbine abgegebene Wärme zum Erzeugen von Dampf genutzt, mit dem dann zusätzlicher Strom über eine Dampfturbine erzeugt wird.
Die GuD-Basiskraftwerke von Siemens (SCC®) zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität aus, die eine problemlose Auswahl der vorteilhaftesten Optionen für den jeweiligen Standort und die entsprechenden Kundenanforderungen ermöglicht. In Verbindung mit einem vorgeplanten Gesamtkraftwerk führt dies zu kurzen Projektvorlaufzeiten und bietet eine optimale Balance zwischen Kapitalkosten, Anlagenleistung sowie Betrieb- und Instandhaltung. Die von Siemens entwickelten vorkonfigurierten Ergänzungsmodule ermöglichen eine noch weitere Abstimmung auf individuelle Erfordernisse sowie Verbesserungen bei den Lebenszykluskosten.
Durch den Einsatz ihrer integrierten Technologie für schnelles Anfahren („Fast Start“) benötigt die 618-MW-Anlage SCC6-5000F 2x1 Flex-Plant™ 30 bis zum Erreichen des Volllastbetriebs nur etwa halb so lange wie traditionelle Gas- und Dampf (GuD)-Kraftwerke. Mit einem nachgeschalteten Dreidruck-Prozess mit Zwischenüberhitzung kann sie dabei ihren hohen Nettowirkungsgrad von 57 %+ und mehr aufrecht erhalten. Das optimierte Dampfturbinen-Anfahr-Paket bietet die schnellste Anfahrzeit aller GuD-Anlagen. Die Gasturbinen in der Anlage SCC6-5000F 2x1 Flex-Plant™ 30 zeichnen sich durch schnelle Lastrampen unter Einhaltung der Emissionsvorschriften aus. Damit steht mehr verteilbare Leistung schneller und mit deutlich geringeren Anfahremissionen und Anfahr-Brennstoffkosten zur Verfügung.